Swiss-Ski hat die neuen Kadereinteilungen für den Winter 2024/25 präsentiert. Gleichzeitig wurden auch die Trainingsgruppen neu eingeteilt oder teils gar neu organisiert. Genau diese Trainingsgruppen rücken wir nun ins Zentrum dieses Artikels. Im Fokus dieses ersten Teils stehen die Männer aus dem Swiss-Ski-Kader.
Bei den Männern sind es 60 Athleten, die einen Kaderstatus von Swiss-Ski für den kommenden Winter zugeteilt erhalten haben. Auf höchster Stufe, bei Swiss-Ski "Mastery" genannt, ist Reto Nydegger für die Speedathleten zuständig. Durch den Rücktritt von Gilles Roulin und die Abstufung von Urs Kryenbühl wurden zwei Plätze frei, die künftig durch die jungen Aufsteiger Arnaud Boisset und Franjo von Allmen besetzt werden. Das Duo ist direkt aus dem B-Kader in die Nationalmannschaft aufgestiegen. Von Allmen ist geschlechterübergreifend mit 22 Jahren der Jüngste auf dieser Mastery-Stufe.
"Mastery WC Speed" - Reto Nydegger
Für Furore hat im letzten Winter die Trainingsgruppe von Vitus Lüönd gesorgt, sie war nicht nur wegen von Allmen und Boisset sehr stark besetzt, auch die anderen Athleten haben im Weltcup auf sich aufmerksam gemacht. Mit Ralph Weber ist in dieser Trainingsgruppe ein weiterer Routinier zurückgetreten. Aus dem Europacup stossen derweil mehrere Athleten nach, darunter der Super-G-Juniorenweltmeister von 2023 und Abfahrtsjuniorenweltmeister von 2024 Livio Hiltbrand. Urs Kryenbühl wurde derweil nach seiner Rennpause der "Elite Weltcup Speed"-Gruppe zugeteilt.
"Elite WC Speed" - Vitus Lüönd
Stark angewachsen ist auch die Europacup-Gruppe unter Franz Heinzer. Gleich fünf Athleten aus dem Nachwuchsbereich sind in diese dritte Trainingsgruppe nachgerückt und stellen damit bereits die nächste hungrige Speedgarde dar. Rémi Cuche und Dominic Ott sind mit den Jahrgängen 2000 die ältesten Teammitglieder, mit Jahrgang 2004 ist Philipp Kälin derweil der Jüngste. Wie ihr Name schon verrät, liegt der Fokus dieser Truppe auf dem Europacup, über den sie sich aber auch für Einsätze auf höchster Stufe empfehlen können.
"Elite EC Speed" - Franz Heinzer
Bei den technischen Disziplinen unterscheiden sich die jeweiligen Trainingsgruppen zwischen Riesenslalom und Slalom, wobei hier wohl der speziellste Fall vorliegt. Unter der Leitung von Helmuth Krug trainieren die Schweizer Top-Riesenslalomfahrer, dazu zählt auch Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt. Letzte Saison noch ein Trio pendelten Odermatt, Caviezel und Murisier zwischen Speedtraining und Riesenslalomeinheiten hin und her. Nun haben sie weitere Verstärkung erhalten. Mit seinem Aufstieg in die Nationalmannschaft von Swiss-Ski ist Thomas Tumler auch in die höchste Trainingsgruppe aufgestiegen.
"Mastery WC Riesenslalom" - Helmuth Krug
Mit Silvan Epp hat der Riesenslalomtrainer der zweiten und dritten Trainingsgruppe Swiss-Ski verlassen, einer seiner Nachfolger ist Gerhard Greber, der sich nun um die zweite Garde im Riesenslalom kümmern wird. Nur gerade Fadri Janutin und Livio Simonet sind aber überhaupt in dieser Trainingsgruppe geblieben, die gemäss dem offiziellen Dokument von Swiss-Ski neu auch etwas näher an den Slalom heranrücken dürfte. Ein steiler Aufstieg hat derweil Sandro Zurbrügg hingelegt, er steigt aus der Nachwuchstrainingsgruppe direkt in die zweithöchste Stufe auf.
"Elite WC Riesenslalom/Slalom" - Gerhard Gerber
Aus nachfolgend ausgeführten Gründen wechseln wir bereits etwas vorzeitig in den Slalom und dort zur Mastery-Gruppe, trainiert von Matteo Joris. Obschon Ramon Zenhäusern den Status als Teil der Nationalmannschaft verloren hat, trainiert er weiterhin in seiner bekannten Équipe. Die Slalomspezialisten haben Zuwachs bekommen, Tanguy Nef ergänzt das Team. Weiterhin im Slalom angesiedelt wird Allrounder Loïc Meillard, ähnlich wie Odermatt oder Murisier wird auch er sich flexibel den Trainings der jeweiligen anderen Disziplinen anschliessen.
"Mastery WC Slalom" - Matteo Joris
Auch im Slalom musste Swiss-Ski einen Trainer ziehen lassen, Wolfgang Auderer wechselt in seine Heimat zu Ski Austria. Thomas Krautschneider übernimmt neu die "Elite Weltcup Slalom", die allerdings aus einem komplett neuen Team besteht. Nach dem Aufstieg von Tanguy Nef und dem Verlust des Kaderstatus von Sandro Simonet musste diese Gruppe erst neu besetzt werden. Ein Trio aus dem Europacup soll in dieser Gruppe den Übergang auf die höchste Stufe schaffen, ihr kommt die Rolle der nächsten Schweizer Slalomgeneration zu.
"Elite WC Slalom" - Thomas Krautschneider
Unter der Leitung von Martin Veith fasst Swiss-Ski in den technischen Disziplinen neu die Trainingsgruppen zusammen, zuvor wurde eine separate zwei Mann starke Riesenslalomgruppe geführt. Dafür erhält diese Trainingsstufe einen eigenen Coach, zuvor wurden die Stufen "Elite WC" und "Elite EC" von jeweils derselben Person geleitet.
Der Fokus der nachfolgenden Athleten liegt auf dem Europacup, so bedeutet die entsprechende Einteilung für Semyel Bissig und Marco Fischbacher einen Abstieg. Herauszuheben gilt es vor allem Nick Spörri, der Techniker aus dem Skiclub Bühler ist aus dem Nationalen Leistungszentrum Ost direkt in den B-Kader von Swiss-Ski aufgestiegen. Einzig Delio Kunz und Gino Strucki trainierten schon zuvor auf diesem Niveau. Mit Noel von Grünigen hat ein zweiter ehemaliger Schützling von Wolfgang Auderer den Kaderstatus verloren.
"Elite EC Riesenslalom/Slalom" - Martin Veith
Alessio Miggiano Alexis Monney Andri Moser Arnaud Boisset Christophe Torrent Daniel Yule Delio Kunz Denis Corthay Dominic Ott Eric Wyler Fabian Spring Fadri Janutin Florian Kunz Florian Vogt Franjo von Allmen Gael Zulauf Gino Caviezel Gino Stucki Joel Lütolf Josua Mettler Justin Murisier Lars Rösti Lenz Hächler Livio Hiltbrand Livio Simonet loic-meillard Luc Roduit Luca Aerni Lukas Zippert Marc Rochat Marco Fischbacher Marco Kohler Marco Odermatt Matthias Iten Nick Spörri Niels Hintermann Philipp Kälin Ramon Zenhäusern Raphael Dort Remi Cuche Reto Mächler Sandro Zurbrügg Semyel Bissig Ski Ski Alpin Stefan Rogentin Swiss-Ski Tanguy Nef thomas-tumler Urs Kryenbühl Yannick Chabloz