Seit 2013 stand Gino Caviezel an allen sechs Weltmeisterschaften für die Schweiz am Start. An Grossanlässen konnte er noch nie so wirklich gross auftrumpfen. Das soll sich 2025 in Saalbach ändern, der Weg dorthin ist aber auch bestückt mit starker interner Konkurrenz.
Rang sieben im Riesenslalom an den Olympischen Spielen in Peking sind Gino Caviezels bislang bestes Ergebnis in einem Einzelrennen an einem Grossanlass. An Weltmeisterschaften ist es Rang neun im Riesenslalom von Courchevel im Februar 2023. Im Weltcup stand der 32-Jährige derweil schon dreimal auf dem Podest, zweimal in seiner Paradedisziplin dem Riesenslalom, einmal im Super-G. Den nächsten Anlauf zu einem Medaillen-Exploit nimmt der Athlet vom Skiclub Beverin wohl im kommenden Februar in Saalbach-Hinterglemm.
Für Caviezel, der seit 2014/15 durchgehen zur Top-30 im Riesenslalom und seit 2019/20 gar zur Top-15 gehört, stehen die Chancen auf eine WM-Teilnahme sehr gut. Auf die Frage hin, was wäre, wenn er es nicht ins Schweizer Aufgebot schaffen würde, gab er sich gegenüber skinews.ch zurückhaltend.
"Für mich ist es so: wenn ich am Stichtag nicht zu den vier oder fünf Starten gehöre, dann habe ich die Leistung, die ich von mir erwarte, nicht erbracht. Der Materialwechsel vor einer WM-Saison ist sicher ein gewisses Risiko und es wird wichtig sein, wie ich in den Winter starten kann. Wenn es dann wirklich um die Selektionen geht, ist eine Anspannung da. Sollte es enge oder unklare Entscheidungen geben kann es sein, dass es zu emotionalen Gesprächen mit den Teamkollegen oder den Trainern kommt. Aber grundsätzlich ist es so, dass jeder Fahrer die Entscheidung mit Resultaten auf der Piste herbeiführen will, damit es gar nicht auf einen Trainerentscheid ankommen muss."
Gino Caviezel, skinews.ch, 12. Oktober 2024
Caviezel geht die neue Saison wieder auf dem Material von Atomic an. Die Rückkehr zu seinem alten Ausrüster, sprich der Materialwechsel an und für sich, ist natürlich eine zusätzliche Herausforderung. Umso wichtiger wird für ihn der Saisonstart. In Sölden wird er als Teil der zweiten Startgruppe ins Rennen gehen. Auf dem Rettenbachferner fuhr Caviezel 2020 sein erstes Weltcuppodest heraus, hoffentlich ein gutes Omen.
Das ganze Interview zum Materialwechsel zurück zu Atomic, mögliche Rennen in Südamerika und mehr findet ihr auf skinews.ch unter diesem Link.
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