Die Riesenslalom-Saison ging mit einem Schweizer Doppelsieg zu Ende und dies gleich im doppelten Sinne. Bei den Männern waren die Positionen 1 und 2 von Schweizern belegt, bei den Frauen war Lara Gut-Behrami das Mass aller Dinge. Wir haben uns nun allerdings auf die Weltcupstartliste konzentriert und haben herausgesucht, wer die meisten Ränge gewonnen, bzw. verloren hat.
In Folge wird die Weltcupstartliste mit WCSL abgekürzt. Handelt es sich bei den Ranglisten-Ersten nicht um die Disziplinen-Besten, handelt es sich nicht um einen Fehler. Dies ist deshalb so, weil die Weltmeisterschaft ebenfalls Punkte für die WCSL gibt.
Nach der schwierigen Saison 2023/24 wusste man nicht, wie Wendy Holdener zurückkommen wird. Neben der Verletzung am Knöchel hatte sie den Tod ihres Bruders Kevin zu verarbeiten, scheint daraus aber auch viel Kraft geschöpft zu haben. Im Riesenslalom fuhr sie konstant in die Top-15 und konnte so all die Rangverluste der vergangenen Saison wiedergutmachen.
Plötzlich auch im Riesenslalom stark, ist die Deutsche Lena Dürr, die gleich mehrere Positionen gutmachen konnte. Definitiv in die Weltspitze fahren, konnten Lara Colturi und Camille Rast, die in dieser Saison beide auf dem Riesenslalompodest gestanden sind. Es gibt aus Schweizer Sicht also doch noch gute Nachrichten aus dem Riesenslalom.

Mit Wendy Holdener gab es bei den Aufsteigerinnen eine Top-Athletin an der Spitze. Einen noch grösseren Namen hat aber die Absteigerin der Saison. Mikaela Shiffrin hat sich bereits früh in der Saison verletzt, musste danach lange pausieren und kam nach der Pause in dieser Disziplin nicht so wirklich auf Touren.
Sie war aber damit nicht alleine, denn es gibt gleich noch weitere fünf Athletinnen, die viele Ränge verloren haben. Auch Simone Wild darf nach dieser Saison nicht zufrieden sein. Nachdem ihr vor einigen Jahren noch der Sprung aufs Podest zugetraut wurde, sind Punkte mittlerweile Mangelware, im Februar verletzte sie sich zudem schwer am Knie.
und weiter: 33. Elisabeth Bocock/USA, 34. Giorgia Collomb/ITA, 35. Madelein Sylvester-Davik/NOR, 35. Ilaria Ghisalberti/ITA, 39. Vanessa Kasper/SUI, 43. Lauren Macuga/USA, 44. Clarisse Breche/FRA, 47. Fabiana Dorigo/GER, 50. Doriane Escane/FRA, 52. Victoria Olivier/AUT, 53. Francesca Baruzzi Farriol/ARG.
Die Saison 2024/25 war vor allem aus Teamsicht für die Amerikanerinnen eine Gute - obwohl Shiffrin derart viele Plätze verloren hat. Nina O'Brien kam stark aus einer Verletzung zurück. Katie Hensien überraschte, nachdem sie zuvor nur selten in die Punkte gefahren ist, bereits zum Saisonauftakt mit Rang 4.
Zudem kommen junge Fahrerinnen aus Italien und Norwegen immer mehr auf, die Schweiz hat derweilen eine Fahrerin, die neu in der WCSL ist. Vanessa Kasper ist allerdings nicht mehr ganz so jung, dürfte die Verantwortlichen allerdings davon überzeugt haben, sie bald wieder in den Swiss-Ski-Kader aufzunehmen.
und weiter: 36. Mélanie Meillard/SUI, 43. Katharina Truppe/AUT, 45. Jasmina Suter/SUI, 46. Adriana Jelinkova/CZE, 48. Caitlin McFarlane/FRA, 50. Marte Monsen/NOR, 51. Erika Pykalainen/FIN.
Eine prominente Liste ist hier zu finden. Petra Vlhova verpasste nach ihrem Kreuzbandriss im Januar 2024 die komplette Saison und fiel so aus der Weltcupstartliste. Bei Ragnhild Mowinckel ist der Grund ein anderer, sie beendete letzten März ihre Karriere.
Aus Schweizer Sicht war schon relativ früh in der Saison klar, dass Mélanie Meillard keine Punkte einfahren wird. Nach drei punktelosen Rennen verzichtete sie nach dem Jahreswechsel komplett auf diese Disziplin. Gar nur im ersten Riesenslalom der Saison am Start stand Jasmina Suter, im Januar folgte dann die Verletzung.
Das Potenzial von Luca Aerni ist schon seit Jahren bekannt, Skifahren kann der 32-Jährige definitiv. Allerdings konnte er dieses Können im Riesenslalom nur selten zeigen, in dieser Saison war es nun seine beste Disziplin. Ehrlicherweise profitierte er beim vierten Rang in Val d'Isère von guten Bedingungen im zweiten Lauf, konnte seine Riesenslalomform aber mit dem siebten Rang auch in Adelboden bestätigen.
Dahinter tummelt sich eine Menge an deutschen Athleten, die nun ebenfalls dem Anschein nach ihr grosses Potenzial in Leistungen ummünzen können. Auch Schweden hat einen aufkommenden Athleten und Österreich mit Patrick Feurstein gar einen Podestfahrer.
Es ist ein Anblick, der aus Schweizer Sicht schmerzt. Nur gerade bei Gino Caviezel ist der Abstieg durch eine Verletzung zu erklären, bei Simonet, Murisier und Janutin waren es Leistungsabfälle. Simonet und Janutin konnten in dieser Saison nicht wie gewünscht performen und nur wenige Punkte sammeln, Murisier dürfte wohl von seinem Knie beeinflusst worden sein.
Den grössten Abstieg musste zuletzt allerdings Manuel Feller hinnehmen, der nach seiner Traumsaison 2023/24 in dieser Saison aber in beiden seiner Disziplinen nicht so richtig schnell war. Zuletzt machte er gar öffentlich, dass er womöglich gar nicht mehr im Riesenslalom starten wird, diese Aussage zog er aber stückweise zurück.
und weiter: 34. Alban Elezi Cannaferina/FRA, 38. Flavio Vitale/FRA, 39. Stefan Luitz/GER, 43. Rasmus Bakkevig/NOR, 46. Loevan Parand/FRA, 48. Diego Orecchioni/FRA, 50. Marcel Hirscher/NED, 51. Briger Gile/USA, 55. Cyprien Sarrazin/FRA, 55. Jesper Wahlqvist/NOR.
Wenig überraschend ist hier Comebacker Lucas Pinheiro Braathen zuoberst. Der Neo-Brasilianer wusste vor allem zu Beginn der Saison zu überzeugen und war dann nach einer Schwächephase gegen Schluss der Saison wieder stark. Ebenfalls neu in den Top-30 ist der Este Tormis Laine.
Etwas weiter hinten sind zwei ganz grosse Namen. Marcel Hirscher konnte bei seinem kurzen Comeback immerhin im ersten Rennen acht Punkte sichern, Cyprien Sarrazin wollte in dieser Saison auch wieder im Riesenslalom angreifen. Dies gelang ihm allerdings in den ersten Rennen nur begrenzt.
und weiter: 36. Dominik Raschner/AUT, 38. Christian Borgnæs/DEN, 39. Sandro Zurbrügg/SUI, 41. James Crawford/CAN, 42. Fredrik Møller/NOR, 44. Andrej Drukarov/LIT, 44. Seigo Kato/JAP, 47. Matthieu Faivre/FRA, 48. Joshua Sturm/AUT, 49. Halvor Hilde Gunleiksrud/NOR, 56. Albert Ortega/ESP, 56. Louis Muhlen-Schulte/AUS, 58. George Steffey/USA.
Durch die schwere Schulterverletzung mit mehreren weiteren folgenden Verletzungen konnte Aleksander Aamodt Kilde in dieser Saison nicht am Start stehen. Nur gerade in zwei Rennen stand Kilde in der Saison 2023/24 am Start, konnte aber mit Rang 13 und vor allem Rang 2 in Adelboden überzeugen.
Dahinter gibt es eine Menge an Athleten, die nach wenigen Punkten in der Saison 2023/24 in dieser Saison nicht mehr punkten konnten. Dazu gehört auch Sandro Zurbrügg, der damals in Val d'Isère in seinem ersten Weltcuprennen bereits auf den 17. Platz fahren konnte.

Aleksander Aamodt Kilde Anton Grammel Camille Rast Deutscher Skiverband Dominic Hodel Elisa Platino Elisabeth Kappaurer Estelle Alphand Fadri Janutin Federazione Italiana Sport Invernali Gino Caviezel Jonas Stockinger Juliana Suter Justin Murisier Katie Hensien Lara Colturi Lena Dürr Livio Simonet Luca Aerni Lucas Pinheiro Braathen Manuel Feller Mélanie Meillard Mikaela Shiffrin Nina O'Brien Norges Skiforbund Petra Vlhova Roberta Melesi Sandro Zurbrügg Simone Wild Ski Alpin Ski Austria Svenska Skidförbundet Swiss-Ski US Ski Team Vanessa Kasper Victor Muffat-Jeandet Wendy Holdener