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Odermatt und sein Vermögen aus den Siegen

Das Karrierepreisgeld der Schweizer

Die Weltcupsaison startet am 25. Oktober mit dem Riesenslalom in Sölden. Davor wollen wir darauf zurückblicken, wie viel Geld die aktiven Schweizer Skifahrer in ihrer Karriere insgesamt schon eingenommen haben.

Die FIS erfasst diese Statistik erst seit 2012. Daher werden ältere Einnahmen nicht berücksichtigt und die betreffenden Athleten werden mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Thomas Tumler* - 235'554 Franken

Der Routinier hat in den letzten Jahren noch einmal einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Seitdem sich Thomas Tumler auf den Riesenslalom spezialisiert hat, ist er plötzlich ein regelmässiger Gast unter den vordersten Plätzen. Das hat auch bei den Weltmeisterschaften in Saalbach-Hinterglemm herausragend funktioniert. Silber im Riesenslalom und Silber mit der Mannschaft gewann Thomas Tumler. Es waren seine ersten WM-Medaillen überhaupt. Finanziell wurde die starke Saison mit Preisgeldern in der Höhe von 77'675 Franken honoriert.

Gino Caviezel* - 239'932 Franken

Der Bündner hat im letzten Winter wenig für seine Kasse machen können. Beim Super-G in Bormio verletzte sich Caviezel schwer. Mittlerweile befindet sich Gino Caviezel wieder auf dem Weg zurück. Erste Schneetrainings konnte er bereits wieder absolvieren. Dennoch sieht es kaum danach aus, als würde der 33-Jährige schon zum Saisonauftakt in Sölden wieder am Start stehen. Eine Rückkehr später im Winter ist bei Caviezel realistischer.

Gino Caviezel konnte schon im Sommer Aufbautraining absolvieren.

Stefan Rogentin - 278'028 Franken

Erstmals in seiner Karriere knackte Stefan Rogentin im letzten Winter die Marke von 100'000 Franken an Preisgeldern. Das spülte ihn auch in diesem Ranking einige Plätze nach vorne. Sportlich gesehen hat Rogentin vor allem an den Weltmeisterschaften für ein grosses Highlight sorgen können. In der Team-Kombination holte der Bündner überraschend zusammen mit Marc Rochat die Bronzemedaille. Damit machten die beiden den Schweizer Dreifachsieg in der neuen Disziplin perfekt.

Niels Hintermann - 312'607 Franken

Die Krebserkrankung hat Niels Hintermann zu einer einjährigen Zwangspause verdonnert. Die finanziell lukrativste Saison hatte Hintermann 2022. In Kvitfjell gelang Hintermann damals sein erster Weltcupsieg in der Abfahrt - zeitgleich mit Cameron Alexander. In diesem Winter will der Zürcher zurückkehren. Zum Saisonstart möchte Hintermann bereits wieder konkurrenzfähig sein, wie er angedeutet hat.

Justin Murisier* - 323'606 Franken

Finanziell läuft es für Justin Murisier immer besser. In der letzten Saison konnte er mit grossem Abstand am meisten Geld in seiner Karriere verdienen. Die sportlichen Preisgelder beliefen sich auf über 90'000 Schweizer Franken. Dabei half auch sein erster Weltcupsieg. In der Abfahrt von Beaver Creek fuhr der Romand zuoberst aufs Treppchen. Körperliche Probleme bremsen Murisier immer wieder einmal etwas aus. Daher fokussiert er sich mittlerweile vermehrt auf die Speeddisziplinen. Der Riesenslalom geniesst beim Routinier keine Priorität mehr.

Franjo von Allmen - 361'775 Franken

Der Speedfahrer gehört zu den grossen finanziellen Gewinnern des Vorwinters. Mehr als 270'000 Franken fuhr von Allmen in der Saison 2024/2025 ein. Noch im Vorjahr stand Franjo von Allmen nicht unter den zehn Topverdienern.

Franjo von Allmen lief es im letzten Winter ausgezeichnet.

In der letzten Saison ist Franjo von Allmen der Schritt in die Weltelite endgültig geglückt. Zunächst fuhr der Berner in Wengen erstmals zuoberst aufs Podest. Von Allmen triumphierte im Super-G. Genau wie Marco Odermatt 2023, kürte sich Franjo von Allmen zum Weltmeister in der Abfahrt, noch ohne zuvor ein Weltcuprennen in dieser Disziplin gewonnen zu haben. Zusammen mit Loïc Meillard kürte sich der Speedfahrer auch in der Team-Kombination zum Weltmeister. Später in der Saison fuhr der 24-Jährige auch noch in Crans-Montana und Kvitfjell in zwei Abfahrten zu seinen ersten Weltcupsiegen in der Königsdisziplin. Damit ist von Allmen ein grosses Zukunftsversprechen für Swiss-Ski.

Ramon Zenhäusern - 601'495 Franken

Den Löwenanteil des Preisgelds hat Zenhäusern schon länger eingefahren. In den letzten beiden Jahren musste sich der Walliser jeweils mit weniger als 10'000 Franken begnügen. Das zeigt auf, wie abhängig die Skifahrerinnen und Skifahrer von Sponsoren sind, wenn Topresultate einmal ausbleiben. Im kommenden Winter möchte der grossgewachsene Athlet, der nur noch im C-Kader steht, nochmals voll angreifen. Über den Europacup seine Startplatzierung zu verbessern, ist für Zenhäusern keine Option. Der Slalomfahrer wird also nur im Weltcup zu sehen sein.

Daniel Yule* - 806'235 Franken

Auch wenn Daniel Yule in der letzten Saison "nur" 32'500 Franken eingefahren hat, bleibt er an dritter Stelle. Der Slalomfahrer, der eisige Pisten liebt, hat eine schwierige Saison hinter sich. Mit 219 Weltcuppunkten lieferte Yule seine zweitschlechteste Saison in den letzten neun Jahren ab. Da er zudem keine zweite Disziplin aufgebaut hat, springt dann auch insgesamt wenig Preisgeld heraus. Es ist für Daniel Yule und auch die Skination Schweiz zu hoffen, dass der Westschweizer im kommenden Winter wieder so richtig aufdrehen kann.

Loïc Meillard - 1'323'455 Franken

Meillard darf sich als einer von zwei aktiven Schweizer Skirennfahrern Preisgeldmillionär nennen. Wie bereits in der Saison zuvor fuhr der Romand 2024/2025 knapp 300'000 Franken an Preisgeld heraus. Davon können fast alle Teamkollegen nur träumen.

Meillard beendete den Gesamtweltcup zum zweiten Mal in Serie auf dem Podest.

Im Gesamtweltcup fuhr der Westschweizer auf den dritten Rang hinter Marco Odermatt und Henrik Kristoffersen. Das Meisterstück lieferte Meillard im letzten Winter aber an den Weltmeisterschaften ab. Der Bruder von Melanie Meillard gewann sowohl in der Team-Kombination als auch im Slalom die Goldmedaille. Im Riesenslalom heimste der 28-Jährige zudem noch die Bronzemedaille ein. Es waren Loïc-Meillard-Festspiele in Saalbach-Hinterglemm. So darf es aus Schweizer Sicht im kommenden Winter an den Olympischen Spielen in Norditalien gerne weitergehen.

Marco Odermatt - 3'473'739 Franken

Die klare Nummer eins ist Marco Odermatt. Das Polster auf Loïc Meillard beträgt mehr als zwei Millionen Franken. Allein im letzten Winter hat Marco Odermatt mehr auf der Piste eingenommen als Ramon Zenhäusern in seiner gesamten Karriere. Das zeigt eindrücklich auf, wie sehr Siege und Podestplätze auch finanziell einschenken.

Für Odermatt startet die Saison am 26. Oktober mit dem Riesenslalom in Sölden. Der Schweizer Allrounder hat bereits gesagt, dass er sich vorstellen kann, in diesem Winter das ein oder andere Rennen im Riesenslalom auszulassen. Er sei auf dem Zenit als Allrounder angekommen. In den letzten vier Jahren kürte sich Odermatt jeweils zum Gesamtweltcupsieger. Zweimal in Serie hat er zudem jetzt ganze vier Kristallkugeln gewinnen können.

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2025-10-21 22:00:32