Nach einer Saison voller Extreme meldet sich Federica Brignone via Social Media zu Wort. Die italienische Ausnahmeathletin blickt auf einen Winter 2025/26 zurück, der von schweren Rückschlägen, medizinischen Wundern und zwei historischen Triumphen geprägt war.
"Poche gare, ma che gare" – wenige Rennen, aber was für welche. Mit diesen Worten eröffnet Federica Brignone ihr Saison-Resümee auf Instagram. Es ist die Bilanz einer Kämpferin, deren Körper im vergangenen Winter mehrfach vor unlösbare Probleme gestellt gewesen schien, deren Wille jedoch ungebrochen blieb. Nach einer langwierigen Verletzungsphase und einem harten Weg zurück in den Weltcup-Zirkus, krönte die Italienerin ihre Karriere bei den Olympischen Spielen 2026 mit zwei Goldmedaillen.
"Gelegentlich halte ich inne und denke: Ist das wirklich passiert?", schreibt die 35-Jährige sichtlich bewegt. Für Brignone sind die beiden Olympiasiege weit mehr als statistische Erfolge. Sie seien das Resultat eines schwierigen Jahres, das durch den mühsamen Prozess der Genesung geprägt war. Ihr Dank gilt vor allem ihrem engsten Umfeld und den medizinischen Betreuern, die an ihr Comeback glaubten, als die Zeichen auf Rücktritt standen.
Trotz der Euphorie über das olympische Edelmetall endet die Saison für die zweifache Gesamtweltcupsiegerin mit einem Wermutstropfen. Brignone musste die letzten Weltcup-Rennen vorzeitig absagen. "Ich hätte die Saison gerne anders beendet, aber mein Körper brauchte die Pause", gesteht sie offen. Die Signale ihres Körpers nicht länger zu ignorieren, zeugt von der Reife einer Athletin, die weiss, dass nach diesem "speziellen Jahr" die Regeneration an erster Stelle stehen muss, um womöglich auch 2026/27 wieder angreifen zu können.
Dominic Hodel Federazione Italiana Sport Invernali Federica Brignone Ski Alpin welovesnow.ch