Dania Allenbach sorgt im Schweizer Skisport für Furore. Gleich bei ihrem Debüt im Ski-Weltcup hat sie im Januar 2026 in Kranjska Gora Punkte geholt. Mit Startnummer 50 schaffte sie es auf Platz 27. "Das hätte ich nicht gedacht. Es war verrückt", erzählt sie im Gespräch mit Blick.
Doch damit nicht genug: In ihrem zweiten Rennen auf der grossen Bühne legte sie direkt nach und sicherte sich mit Rang 22 erneut Weltcuppunkte. "Dass es gleich nochmals klappte, hat mich überrascht. Im Winter davor fehlte mir die Konstanz." Insgesamt konnte Allenbach in drei ihrer bisher vier Weltcuprennen punkten.
Auf zweithöchster Stufe sorgte sie im abgelaufenen Winter für regelmässige Topresultate. Als jüngste Athletin unter den Top 20 holte sich Allenbach den Sieg in der Europacup-Wertung im Riesenslalom - ein Meilenstein, der ihr für die kommende Saison einen Fixplatz im Weltcup sichert. Die Gstaaderin bleibt dennoch bodenständig. Nach der Siegerehrung zog sie sich mit Pokal und Medaille in der Hand auf den Spielplatz vor ihrem Hotel zurück. "Ich blödle gern zwischendurch. Man sollte sich nicht zu ernst nehmen", sagte sie lachend und zeigt damit ihre erfrischende Bodenständigkeit.
Allenbach, die gelernte Bodenlegerin, pflegt auch im Training einen unkonventionellen Ansatz. "Im Training probiere ich viel aus. Dafür ist es da. Im Rennen ist es anders", erklärt sie und ergänzt: "Ich habe immer einen Plan. Aber nach dem Start darf ich nicht daran kleben. Wir fahren draussen, der Schnee verändert sich, Unvorhersehbares passiert. Ich will instinktiv bleiben - dann kommt es meist am besten."
Die kommenden Jahre im Weltcup hat Dania Allenbach fest im Blick, doch sie weiss, dass nicht nur das Skifahren zählt. "Spätestens zu Hause soll es nicht nur ums Skifahren gehen. Ich muss den Kopf lüften. Ich will so lange wie möglich ein 'Chindschopf' bleiben - mit meinen Geschwistern geht das problemlos", sagt sie. Diese Bodenhaftung und ihre spielerische Herangehensweise könnten entscheidend sein, um den Druck im Leistungssport zu meistern. "Wir spielen oft in Trainingscamps. Das ist besser, als immer am Handy zu sein. Brandy Dog oder etwas mit Jasskarten."
Nach der Saison bleibt keine Zeit für Urlaub. Stattdessen geht es direkt weiter: Ab dem 14. April beginnt Allenbach die Spitzensport-Rekrutenschule in Magglingen BE. Drei Monate Training mit Gleichgesinnten wie ihren Teamkolleginnen Sue Piller und Shaienne Zehnder. "Das ist etwas Neues. Ich freue mich darauf. Eine bessere Vorbereitung für die nächste Saison gibt es nicht", betont sie.
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