Es war in den Wochen nach der Saison das dominierende Thema in der Skiwelt. Neben den Kalendern der neuen Weltcupsaison stiess vor allem die Wahl des neuen FIS-Präsidenten auf grosses Interesse. Einer, der ihn bestens kennt, ist Marco "Büxi" Büchel.
"Natürlich sehr zu frieden", ist Marco Büchel, Moderator von "The Snow Lodge Daily", über die Wahl von Alexander Ospelt zum neuen FIS-Präsidenten. "Beim Landsmann und Quasi-Vorgänger als Präsident vom Skiverband, hatte ich die Ehre, ihn als FIS-Präsidentenkandidat zu nominieren. Natürlich hat er auch meine Stimme bekommen, das versteht sich von selbst."
Büchel ist sehr glücklich, dass Liechtenstein einen derart hohen Funktionär stellen darf. Gemeinsam mit Nora von und zu Liechtenstein, die IOC-Mitglied ist, sei Ospelt nun der höchste Sportfunktionär, den Liechtenstein jemals hatte. "Da sind wir natürlich sehr, sehr stolz. Vor allem, weil er einer aus unseren Reihen ist."
Zwar sei Ospelt für Liechtenstein nach Johan Eliasch für Schweden der nächste Präsident, dessen Land nicht ein riesiges Team hat, "Büxi" betont aber auch, wie gross die "Ski-Tradition" im Fürstentum sei. Wie gross der Erfolg ist, zeigen die Olympiamedaillen pro Einwohner, da Liechtenstein mit nur rund 39000 Einwohnern bereits zehn Medaillen geholt hat.
Seit der Ära mit Andreas und Hanni Wenzel haben gleich sechs Fahrer, die Liechtenstein repräsentierten, einen Weltcupsieg feiern können - darunter natürlich Büchel selbst, aber auch Tina Weihrather. "Natürlich, die Grösse des Landes kann man nicht vergleichen. Aber wir kommen aus einer absolut skiverrückten Gegend. Daher ist es, glaube ich, wichtig, dass der Präsident das Gen auch drin hat. Und das hat er."
Nach der Wahl von Alexander Ospelt erhofften sich die Athletinnen und Athleten mehr Ruhe, Transparenz und eine nähere Zusammenarbeit. Genau dafür stehe Ospelt, meint "Büxi". Ospelt habe "Building Bridges" als sein Motto bekanntgegeben. "Er steht für Transparenz und er sucht Kommunikation."
Diese suche er nicht nur im Skisport, sondern auch mit allen Beteiligten in anderen Sportarten und Stufen. Ospelt sei nach dem ersten Council-Meeting für seine Kommunikation und Neugierde gelobt worden. "Ich denke, Transparenz und Zusammenarbeit sind bei ihm auf dem Programm."
Für den neuen FIS-Präsidenten steht gleich einiges auf dem Programm. "Die wichtigste Baustelle sind die Finanzen. Die FIS hat in den letzten Jahren mehrfach ein Minus eingefahren. Das ist sicher Punkt Nummer 1." Auch wenn Dinge wie die einheitliche Vermarktung wichtige Punkte darstellen, seien in erster Linie die Finanzen wichtig. Und: "Alle hinter sich zu scharen. Damit er auch die Nationen, die nicht für ihn gestimmt haben, mit ins Boot holt."
Der zweite Punkt sei mit den Entscheidungen um die Olympischen Spiele bereits durch. Dort habe sich Ospelt beispielsweise sehr für die Nordische Kombination eingesetzt, hatte im IOC allerdings nicht genügend Macht. "Aber dort hat er schon angepackt, dass genügend Disziplinen, die die FIS repräsentiert, auch olympisch bleiben. Es ist sehr schmerzhaft, dass wir das verloren haben."
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