Im 21. Jahrhundert wurden Frauenskirennen immer wieder von US-Amerikanerinnen dominiert. Erst war da Lindsey Vonn, später dann Mikaela Shiffrin. Beide haben dem Skiort Vail viel zu verdanken, und damit auch dem nun verstorbenen George Gillett.
Der ehemalige Besitzer der US-Resorts Vail und Beaver Creek, George N. Gillett Jr., ist gemäss skiracing.com am 22. September im Alter von 87 Jahren in Denver verstorben. Gillett gilt als einer der prägendsten Köpfe des alpinen Rennsports in Nordamerika, der den Weltcup und Weltmeisterschaften nach Colorado holte und den US-Skisport nachhaltig prägte.
Als George Gillett 1985 die Vail Associates übernahm, investierte er rasch in die Infrastruktur der Skigebiete Vail und Beaver Creek. Doch sein grösster Verdienst für den Sport lag in seinem Glauben an den internationalen Rennsport: Gemeinsam mit der Vail Valley Foundation holte er die Weltmeisterschaften 1989 nach Colorado - die ersten Titelkämpfe in der Region seit 1950.
Dieser Schritt veränderte den US-Skisport grundlegend. Die Heim-WM steigerte nicht nur die internationale Präsenz der Resorts drastisch, sondern legte auch den Grundstein für spätere Grossanlässe: Die Weltmeisterschaften 1999 und 2015 folgten, während sich Beaver Creek mit der berühmten "Birds of Prey"-Piste als fester Bestandteil des Herren-Weltcups etablierte.
Auch abseits der Piste war Gillett eine prägende Figur. Neben seiner jahrelangen Unterstützung für US Ski & Snowboard besass der US-Geschäftsmann unter anderem das NHL-Traditionsteam Montreal Canadiens, hielt Anteile am Premier-League-Club FC Liverpool und war im NASCAR-Rennsport aktiv.
Dominic Hodel Ski Alpin US Ski Team welovesnow.ch