Federica Brignone, Italiens grosser Ski-Star, wird auf der grossen Leinwand verewigt. Ein Film über ihren unglaublichen Weg zurück an die Spitze – trotz schwerer Verletzungen – feiert am 21. Oktober Premiere beim Filmfestival in Rom. "Federica – die letzten Olympischen Spiele" zeigt die Höhen und Tiefen einer Sportlerin, die 2026 zur Heldin der Olympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo wurde.
Ihre Geschichte liest sich wie ein Märchen: Elf Weltcupsiege in einer Saison bescherten Brignone den Gesamtweltcup im Winter 2024/25. Doch im April 2025 der Schockmoment: Bei der Italienmeisterschaft in Moena stürzte sie im Riesenslalom schwer und erlitt mehrere Frakturen des Schienbeinplateaus, einen Bruch des Wadenbeinkopfes und einen Kreuzbandriss. Statt um Siege und Weltcuppunkte kämpfte die Aostanerin plötzlich um ihre Rückkehr auf die Piste. Der Weg zu den Winterspielen in Cortina war schmerzhaft, steinig und ungewiss.
Trotz allem erreichte Brignone in Rekordzeit die Spiele – und überraschte die Welt. Mit zwei Goldmedaillen im Super-G und im Riesenslalom gelang ihr ein historischer Triumph. Es waren ihre ersten beiden Goldmedaillen bei Olympischen Spielen. "Es ist einer dieser Filme, bei denen du denkst: 'Komm schon, das kann unmöglich so gut ausgehen, das ist doch ein Fake.' Ein derartiges Happy End, dass es einem fast schon nicht mehr gefällt", sagte sie im Februar der Repubblica.
Der Film, inszeniert von Federico Gariboldi und Paolo Novelli, begleitet Brignone auf ihrem Weg zurück ins Rampenlicht. "Die Kamera war immer in meiner Nähe – auch im Hotel, was zuvor nie der Fall war. Ich glaube, dass am Ende etwas Schönes dabei herauskommen wird", so die Ausnahmeathletin. Nun arbeitet sie an ihrem nächsten Comeback.
Erst Ende August liess sich die 36-Jährige eine Metallplatte entfernen und unterzog sich einer Arthroskopie. Auf den Skiern stand sie seitdem nicht mehr. Ob sie beim Weltcup-Auftakt in Sölden am 24. Oktober antreten kann, ist höchst fraglich. Doch wer Brignone kennt, weiss: Unmögliches hat sie schon oft möglich gemacht.
Damian Möschinger Federazione Italiana Sport Invernali Federica Brignone Milano Cortina 2026 Ski Alpin welovesnow.ch