Mit 36 Jahren gehört Thomas Tumler zu den Spätzündern des Schweizer Skisports. Manchmal scheint es, als würde er mit zunehmendem Alter sogar noch besser werden. "Mein Alter ist nicht ausschlaggebend dafür, dass es fertig ist", witzelt er. Seine Vorbereitung lässt sich sehen: Er verpasste keinen einzigen Trainingstag.
"Die Saisonvorbereitung war so gut wie noch nie. Ich fühle mich körperlich gut und mental habe ich einen Fortschritt gemacht", sagt er. Der 36-jährige Bündner hat versucht, neue Reize zu setzen – unter anderem mit einem Fokus auf die Beweglichkeit. Auch in diesem Jahr möchte er wieder um Podestplätze mitfahren. In der vergangenen Saison schaffte er es zwar nie auf das Podest, setzte mit Rang vier im Riesenslalom bei den Olympischen Spielen aber ein Ausrufezeichen.
Sein nächstes grosses Ziel ist die Heim-WM. 2017 fand die Weltmeisterschaft in St. Moritz, Tumlers Heimat, statt. Doch ausgerechnet sein Rücken machte ihm damals einen Strich durch die Rechnung, sodass er die Heim-WM verpasste. "Das war sehr schlimm für mich", blickt er an der Medienkonferenz zurück.
Damals ging er weit weg von zu Hause nach Hawaii und besuchte eine Sprachschule. "Ich habe das eine oder andere Rennen von Hawaii aus geschaut", sagt er und lacht heute darüber. Nun hofft er in Crans-Montana auf eine Versöhnung. "Es ist vielleicht mein letzter Grossanlass."