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Meillard schmerzte im Trainingscamp das Herz

Er blickt auf den Saisonstart

Loïc Meillard startet nicht nur als amtierender Weltmeister und Olympiasieger in die neue Saison, sondern auch als frischgebackener Vater. Die neue Rolle hat seinen Alltag verändert - und wirkt sich sogar auf seine Trainingsplanung aus.

Nicht nur als Weltmeister und Olympiasieger startet Loïc Meillard in die neue Saison, sondern auch als frischgebackener Vater. Im Sommer wurde der 29-Jährige zum ersten Mal Vater. Seither hat sich vieles in seinem Leben verändert. Das Vatersein wirkt sich auch auf sein Training aus. "Wir haben nicht mehr zwei Einheiten gemacht, sondern eine längere am Morgen, damit ich am Nachmittag Zeit mit meiner Familie geniessen kann", sagt er an der Pressekonferenz.

Seine Frau Zoé Chastan war vor der Mutterschaft jahrelang als Medienchefin der Skifahrer tätig. "Sie wird ein ganz normales Leben haben und wird sicher als Zuschauerin vorbeikommen", verrät er. Doch es war in der Vorbereitung nicht immer leicht, von der Familie getrennt zu sein. Etwa auch beim Trainingscamp: "Da hat das Herz natürlich weh getan. Aber es gehört zum Job und ich konnte mich ja genügend darauf vorbereiten."

Er brilliert an den Grossanlässen

Nun startet Meillard in die Saison mit der Heim-WM als grossem Ziel. Bei der letzten Weltmeisterschaft in der Schweiz, 2017 in St. Moritz, konnte er damals nicht um die Medaillen kämpfen. "Das war unmöglich", erinnert er sich. Dass er es kann, zeigte er in den vergangenen Jahren. Wenn es um Medaillen geht, zeigt der 29-Jährige, was in ihm steckt. Er ist sich aber auch bewusst: "Es wird irgendwann ein Grossanlass kommen, bei dem ich keine Medaille hole", sagt er und fügt hinzu: "Und das ist auch ganz okay."

Auf die Heim-WM freut er sich besonders. "Eine Heim-WM mit Fans und Familie zu Hause wird schön", sagt Meillard. Aktuell wird zudem darüber diskutiert, ob die FIS künftig jährlich eine Weltmeisterschaft austragen will. "Für die FIS wäre es finanziell gut, ich kann das auf der Marketingseite verstehen", sagt der amtierende Slalom-Weltmeister. Aus Sicht der Athleten sehe es allerdings etwas anders aus. "Für die Athleten ist es schade, es macht es komplizierter, denn es gibt mehr Medaillengewinner und auch mehr Konkurrenz."

Für Meillard ist es aber auch gleichzeitig die Chance seine Medaillensammlung zu erweitern. Er hat insgesamt sechs WM-Medaillen und einen ganzen Medaillensatz bei den Olympischen Winterspielen.

Loïc Meillard Ski Alpin Soraya Sägesser welovesnow.ch

2026-09-30 12:13:04