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Fehlender Schnee macht den Schweizer Skiprofis vielleicht einen Strich durch die Rechnung

Ein erneutes Camp in Chile droht

Die Schweizer Ski-Cracks sind gerade erst aus Chile zurückgekehrt. Nun könnte bereits die nächste Reise nach Südamerika anstehen. Weil in Zermatt der Schnee fehlt, prüft Swiss-Ski offenbar, den letzten Feinschliff vor dem Saisonstart erneut in Chile zu absolvieren.

Erst gerade sind die Schweizer vom Trainingslager aus Chile zurückgekehrt. Doch es könnte nicht das letzte Mal gewesen sein. Offenbar liebäugelt Swiss-Ski damit, den letzten Feinschliff für die Saison erneut in Chile zu machen. Das Problem: In Zermatt fehlt der Schnee - genau dort, wo die Swiss-Ski-Athleten vor dem Saisonstart am 25. Oktober noch trainieren sollen.

Die Meinungen zu einer Rückkehr nach Chile sind unterschiedlich. "Es wäre nicht optimal für die Umwelt", sagt Alexis Monney. Schliesslich sei es eine lange Reise. "Doch wenn es darum geht, gute Bedingungen zu haben, ist es gut", sagt der Fribourger. Ohnehin habe er gemerkt, dass es dieses Jahr wärmer gewesen sei. Auch der dreifache Olympiasieger Franjo von Allmen spricht die lange Reise an. "Ich bin nicht wütend, wenn wir nicht vier Tage reisen müssen", sagt er. Der Weg nach Zermatt sei schliesslich deutlich kürzer.

Stefan Rogentin ist etwas optimistischer, was die Schneesituation in Zermatt angeht. "Wir hoffen, dass es noch ein bisschen Niederschlag gibt, damit wir nach Zermatt gehen können", sagt er. Der 32-Jährige ist sich aber sicher, dass es mit Blick auf den Klimawandel künftig Veränderungen geben wird. "Als Athlet kann man das Wetter nicht beeinflussen." Marco Odermatt betrifft das Problem nur bedingt. Er wird in der Schweiz bleiben und sicher nicht nochmals nach Chile reisen. Wo er das nächste Mal auf den Skiern stehen wird, weiss aber auch er noch nicht.

Skier kamen scheinbar nicht nach Europa

Die Hoffnung auf mehr Schnee am Theodulgletscher scheint allerdings nicht besonders gross zu sein. Die Schweizer haben ihre Skier deshalb gar nicht erst nach Europa mitgenommen. Das Material wurde laut Speed-Chef Reto Nydegger in einem Cargo-Lager in Chile deponiert, damit es im Fall einer erneuten Reise bereits vor Ort wäre. Eine Entscheidung soll am Donnerstag fallen.

Passend zu dieser Thematik steht auch ein möglicher späterer Saisonstart im Raum. "Ich persönlich war schon immer dafür, den Weltcup zwei Wochen nach hinten zu schieben", sagt etwa Wendy Holdener. Das Thema Klima dürfte den Skisport ohnehin auch in Zukunft immer stärker beschäftigen.

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2026-09-30 15:26:21