Ein neues Kapitel im Leben von Loïc Meillard: Der Schweizer Ski-Star spricht über die Vereinbarkeit von Spitzensport und Familienleben sowie die gezielten Anpassungen in seinem Trainingsalltag im Hinblick auf den kommenden Winter.
Die Geburt seines Kindes hat das Leben von Loïc Meillard spürbar verändert – auch wenn die Grundpfeiler seiner sportlichen Vorbereitung unverändert geblieben sind. "Ich trainiere genau gleich, ich gehe immer noch genau gleich ins Trainingslager", erklärt Meillard.
Die wohl wesentlichste Anpassung betrifft die Tagesstruktur im Training. Anstatt wie bisher oft zwei getrennte Einheiten über den Tag zu verteilen, wurde die Belastung in der Vorbereitung gebündelt. "Wir haben nicht mehr unbedingt zwei Einheiten pro Tag gemacht, sondern eher zwei Einheiten in eine kompakte oder längere Einheit am Morgen zusammengefasst", so der Schweizer.
Durch die intensiveren Vormittagseinheiten schaffte sich Meillard den nötigen Freiraum für sein Privatleben. "Dafür konnte ich den Rest des Tages das Familienleben geniessen", berichtet der Allrounder. Zwar sei er bei der einzelnen Einheit am Morgen etwas länger unterwegs gewesen, konnte dafür aber am Nachmittag zu Hause aktiv mitanpacken und helfen.
Neben dem organisatorischen Mehrwert bringt die neue Familiensituation für Meillard auch einen mentalen Vorteil mit sich. Die Rückkehr aus den Trainingslagern nach Hause falle ihm nun noch leichter: "Wenn du zurückkommst aus dem Camp, kannst du voll abschalten. Es ist vielleicht einfacher, abzuschalten und an etwas anderes zu denken."
Mit dieser neuen Balance aus professioneller Härte am Morgen und familiärem Rückhalt am Nachmittag geht Meillard gestärkt in die anstehenden Aufgaben des Weltcup-Winters.
Damian Möschinger Loïc Meillard Ski Alpin Swiss-Ski welovesnow.ch