Eigentlich ist die Zeit der Reisen nach Südamerika vorbei. Die meisten Skifahrerinnen und Skifahrer sind mittlerweile aus Chile und Argentinien zurückgekehrt. So ist dies auch bei den Österreichern, doch für drei Fahrer gab es eine überraschende Wende.
"Aufgrund der Wettersituation ist ein Speed-Training nicht möglich. Die Schweizer Gletscher, wo wir die Chance gehabt hätten, haben noch geschlossen und sperren erst im Oktober auf", sagte Cheftrainer Marko Pfeifer beim ORF. Eigentlich wäre Training in Saas-Fee geplant gewesen, doch aufgrund der Gletscherschmelze ist ein Training dort zurzeit unmöglich.
"Deshalb haben wir uns entschlossen, mit einer kleinen Abordnung noch einmal nach Chile zu fahren." Diese kleine Abordnung umfasst die drei heissesten österreichischen Speed-Trümpfe Vincent Kriechmayr, Daniel Hemetsberger und Stefan Eichberger. Diese drei sind mittlerweile im chilenischen Portillo angekommen.
Eigentlich wären die gesamte Weltcup-Gruppe 1 nach Südamerika gereist, Raphael Haaser und Marco Schwarz verzichten allerdings aus gutem Grund auf die Reise auf die Südhalbkugel: "Raphael Haaser bleibt hier, weil er sich auf Sölden vorbereitet, genauso wie Marco Schwarz, der ja eben erst zurückgekommen ist." In Sölden startet am 24. Oktober mit dem ersten Riesenslalom die Saison.
Die Reise ist ein kostspieliges Abenteuer – aber nicht nur für den Verband. So bestätigte HEAD-Rennchef Rainer Salzgeber beim Blick, dass rund 250 Kilogramm Gepäck pro Athlet nach Südamerika geschickt werden und dort bei Überseeflügen rund 15 Euro pro Kilo bezahlt werden müssen. Dies ergibt rund 3800 Euro pro Athlet. Immerhin werden die Hotelkosten vom Verband übernommen.
Pfeifer verteidigt die Entscheidung damit, dass man in Österreich eben nicht die Option habe, einen Gletscher alleine benützen zu dürfen. "Für uns ist es alternativlos. Das Wetter hat man nie im Griff, ich bin aber sicher, dass wir einige gute Tage drüben haben werden." Zudem sei man nicht der einzige Verband, der ein zweites Mal in Chile zu Besuch ist.
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